Computer: Suunto Vyper
¤ Der 1. Eindruck - 3 Modi ¤ Praxistest - Rechenmodell - Aufstiegsgeschwindigkeit - Microbläschen ¤ Software ¤
Der erste Eindruck:
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Der Vyper besticht schon beim Auspacken
durch 3 Dinge: Form & Größe sind sehr angenehm,
er wirkt überhaupt nicht klobig, außerdem ist ein
massives Armband dran, das auch für Kombinationen mit
dickem Unterarm, Unterzieher und Trocki ausreichen sollte. Beim
Einschalten fällt dann auch noch das Display angenehm auf,
der verfügbare Raum wird gut ausgenutzt und die Anzeige ist
groß und gut zu lesen.
Die drei Gesichter des Vyper:
Der Vyper ist eigentlich 3 Computer in einem:
- Er ist ein ganz normaler Dekorechner. Hierbei werden im Display während des TG die folgenden Daten angezeigt: Aktuelle Tiefe (groß), max. Tiefe dieses TG, aktuelle Nullzeit (groß), aktuelle Temperatur und Tauchzeit. Auf Knopfdruck erhält man statt der Tauchzeit die aktuelle Uhrzeit. Zusätzlich ist noch eine Anzeige über die Aufstiegsgeschwindigkeit (4 Balken)und bei Überschreitung dieser blinkt ein "slow" Zeichen. Der Vyper gibt generell einen Sicherheitsstop von 3min in der Tiefe zw. 6m & 3m vor, wobei hier statt der Nullzeit dann die 3 Minuten heruntergezählt werden. Bei einem Dekotauchgang zeigt er die geringste Dekostufe und statt der Nullzeit die Zeit bis zum Auftauchen (inklusive der 3min Sicherheitsstop) an.
- Der Vyper ist auch als Nitrox Rechner bis 50% Sauerstoffanteil verwendbar. Der O2-Anteil ist von 21% bis 50% in 1% Schritten einstellbar. Der maximale O2 Teildruck ist im Bereich von 1,2 bis 1,6 Bar einstellbar. In diesem Modus ist (groß) links neben der Nullzeit der eingestellte O2 Prozentsatz abgebildet. Außerdem wird hier auch der Sauerstoffgrenzbereich mittels einer Balkengrafik dargestellt.
- Der dritte Modus ist ein reiner Tiefenmesser/Uhr Modus. Hier wird nur Tiefe (aktuell & max.), Temperatur und Tauchzeit angezeigt. Verwendungszweck: Für alle Tabellentaucher (z.B. Trimix), Apnoe, etc. In allen 3 Modi wird im Abstand von (einstellbar)30/20/10 sec. das Tauchprofil gespeichert. Außerdem kann man selber Tiefen-, bzw. Zeitalarme einstellen. Das Display kann auch beleuchtet werden - auf Knopfdruck bis zu 30 sec.
Wie sieht jetzt der Praxistest aus?
Im Prinzip gibt es dabei wenig zu sagen. Er macht genau das, was ich von einem Tauchcomputer erwarte und das sehr gut. Die Bedienung ist logisch und leicht zu erlernen, die Info unter Wasser ist klar und übersichtlich. Ich hatte auch keine Probleme mit den Knöpfen, trotz 5mm Handschuhe.
Rechenmodell:
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Wenn man andere Tauchcomputer gewohnt ist, wird man von der Dekoanzeige am Anfang etwas verwirrt sein, da das Rechenmodell (RGBM) des Vyper nicht mit Dekostufen arbeitet, sondern eine graduelle Dekomprimierung während des Aufstiegs berechnet. Man muß sich etwas mit dem Rechenmodell auseinander setzen und am Simulator vielleicht einmal einige Dekotauchgänge durchspielen, damit man UW nicht plötzlich planlos dasteht. Das Rechenmodell gilt auch als ziemlich konservativ, was ja nicht unbedingt negativ ist. In der Druckkammer war mein Vyper allerdings beleidigt, weil ich, seiner Meinung nach, ca. 23 min (!) Deko übersprungen habe.
In der Realität zeigte er sich bisher allerdings bei normalen TG nicht viel anders als die Compis meiner Buddies. Sobald man allerdingsumfangreichere TG macht wird die Differenz ziemlich offensichtlich. So hatte mein Buddy und ich (beide Vyper) bei einem TG 45min Deko, gegenüber ausgerechneter Deko von 30min und der Aladin Deko, die den dritten Mittaucher schon nach 25(!) Minuten frei gab.
Aufstiegsgeschwindigkeit:
Da das RGBM Rechenmodell nicht nur die Stickstoffsättigung, sondern auch Sauerstoffsättigung und die Bildung von Microbläschen mitberücksichtigt, dachte ich zuerst, dass generell ein möglichst langsamer Aufstieg die geringsten Dekozeiten bewirkt. In der Simulation, aber auch in der Praxis zeigte sich, dass dem nicht so ist, im Gegenteil. Bei tieferen TG empfiehlt es sich mit der
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Microbläschen:
Für den durchschnittlichen Nullzeit-Sporttaucher sind diese Überlegungen sowieso nicht relevant. Hier sei jedoch hervorgehoben, dass der Vyper nicht nur die Stickstoffsättigung, sondern eben auch die Bildung von Microbläschen mitberücksichtigt, was sich in insgesamt längere Entsättigungsphasen übersetzt. Ich denke (habe es aber noch nicht selber ausprobiert), dass z.B. bei einem No-Limit Tauchurlaub nach einiger Zeit die Nullzeiten merklich kürzer werden. Dies wurde dem Vyper schon öfters vorgeworfen (er sei zu konservativ), allerdings rechnet er halt mit einem sehr modernen Modell und wir müssen immer selbst entscheiden, wieviel uns Sicherheit wert ist. Permanent am Limit von Tabellen oder Computer zu tauchen, ist sicherlich keine gute Idee, wird aber - oft aus Unwissenheit (solange der Computer ok ist kann mir gar nichts passieren) - oft praktiziert. Gerade deshalb bin ich auch der Meinung, dass man sich mit diesem Computer und seinem Rechenmodell erst einmal auseinander setzen sollte, ehe man mit ihm ins Wasser geht.
Die Software:
Schön ist auch, dass man an alle Einstellungen und Daten auch ohne PC herankommt - das ist auch nötig, da das Auslesegerät den stolzen Preis von
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Abschließende Bemerkung:
Ein wirklich fantastischer Rechner mit allerdings recht hohem Preis (ca. €400,- bis 450,-) und unverschämt teurem Auslesegerät.
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