Tauchtheorie: ABC Ausrüstung
Masken
Ohne Maske sind wir unter Wasser blind, das liegt am Brechungsindex des Wassers. Erst durch eine weitere Brechung am Maskenglas können wir wieder scharf sehen.
Obwohl es in Kaufhäusern oft schon für sehr wenig Geld Taucherbrillen gibt, sollte man beim Kauf einer Maske nicht nur auf den Geldbeutel sehen. Masken werden meist als allererstes gekauft und sind das Ausrüstungsteil, das ein Taucher im Durchschnitt am längsten besitzt. Daher sollte man vor einem Kauf mehrere Masken ausprobieren, um zu sehen, ob sie gut sitzt, denn eine schlecht sitzende Tauchmaske kann Wassereinbruch zur Folge haben, was den schönsten Tauchgang kaputt macht.
Anforderungen an Taucherbrillen:
- Maskenglas
- Das Sichtfenster einer Taucherbrille muss aus Temperglas bestehen. Bei der Herstellung dieses Glases werden am Ende des Herstellungsporzesses durch spezielle Erhitzung alle Spannungen gelöst und auch die Festigkeit erhöht. Als Folge brechen die Gläser seltener und wenn dann zerfällt sie in kleine Krümel und nicht in gefährliche Glassplitter.
Alternativ gibt es auch Plexiglasmasken. Diese sind zwar leichter und auch sehr bruchfest, allerdings verkratzen sie leicht. Deswegen würde ich immer Temperglas empfehlen. - Dichtrand
- Eine doppelte Dichtlippe als Dichtrand einer Tauchmas verhindert, dass Wasser in die Maske kommt.
- Nasenerker
- Um mit der Valsalva-Methode den Druckausgleich zu erzeugen, muss man sich mit den Fingern an die Nase Fassen. Deswegen braucht die Maske einen Nasenerker, der die Nase umschließt und groß genug ist, dass er von außen auch mit Handschuhen leicht zu erreichen ist.
- Kopfband
- Das Maskenband besteht meistens auch aus Silikon (selten Gummi) und sollte im Hinterkopfbereich zweigeteilt sein, um besseren Halt zu gewährleisten.
Kauftipps & Pflegehinweise
Wie aber findet man eine geeignete Tauchermaske und wenn ich sie gefunden habe, wie pflege ich sie dann? Kann man eigentlich verhindern, dass die Masken so anlaufen?
Die Antwort auf diese Fragen findet Ihr auf dieser Website auf der Seite Auswahl und Pflege.
Masken mit eingebautem Schnorchel
Vielleicht hat der eine oder andere zu Hause noch eine dieser Masken mit eingebautem Schnorchel (meistens von oben in die Maske eingesetzt), eventuell sogar selbst verschließend (mit Hilfe eines Ping Pong Balles).
Ein lustig aussehendes Teil, meist aus den 70er Jahren stammend, aber zum Tauchen (und Schnorcheln) völlig ungeeignet. Folgende Gefahren lauern bei der Benutzung (und sind am Verbot dieser Kombimasken beteiligt):
- Wassereinbruch: Durch den Schnorchel kann ungehindert Wasser einfließen, ohne dass die Möglichkeit besteht, die Maske auszublasen.
- Erstickungsgefahr: Bei den selbst verschließenden Schnorcheln kann es zu Verklemmungen kommen, so dass die Luftzufuhr unterbrochen wird.
- Pendelatmung: Das durch die Maske extrem vergrößerte Totraumvolumen verursacht eine Pendelatmung, d.h. es wird bei der Atmung hauptsächlich die schon verbrauchte Luft hin und her bewegt. Dadurch kann es zu einer CO2-Vergiftung und Sauerstoffunterversorgung kommen, die in eine Ohnmacht und anschließendem Tod durch Ertrinken führen kann.
Also lustig drüber lachen und als Andenken aufheben, aber beim Tauchen gilt:
Finger weg davon!
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