Tauchtheorie: Messgeräte

Druckmesser - Finimeter

Ganz alte Hasen können sich noch daran erinnern, ohne ein Finimeter tauchen gegangen zu sein, aber heutzutage kann auf den Druckmesser nicht verzichtet werden!

Für uns "moderne" Taucher ist das Finimeter kein Luxus, sondern ein essentieller Bestandteil unserer Tauchausrüstung, den es zeigt uns zu jedem Zeitpunkt des Tauchgangs genau an, wieviel Druck in der Flasche ist. Ist ein Tauchgang anstrengender und wir verbrauchen mehr Luft, können wir das an unserem Finimeter sehen und dadurch den Aufstieg so rechtzeitig einleiten, dass wir mit mindestens der Reserve von 50 Bar austauchen.

Anforderungen an Finimeter:

Aufbau eines Finimeters
Nachleuchtendes Ziffernblatt (1)
Das Ziffernblatt sollte nachleuchtend sein, d.h. bei Dunkelheit sollte es möglich sein, nach kurzem Anstrahlen mit einer Lampe den Restdruck auch ohne direkte Beleutung einfach abzulesen.
Farbmakierung für Reserve (2)
Die 50 Bar Reserve muss auf dem Ziffernblatt deutlich markiert sein. Dadurch wird nicht nur verhindert, dass man aus Versehen die Reserve übersieht, sondern man wird darauf aufmerksam gemacht, wie wenig Luft noch zur Verfügung steht.
Gut lesbare Skaleneinteilung (3)
Die Skala sollte so groß auf dem Ziffernblatt sein, dass sie ohne Probleme abzulesen ist. Dabei sollte der Wert der Skaleneinteilung nicht weniger als 10bar betragen.
Bruchsicheres Glas (4)
Klar, dass ein Druckmesser einiges aushalten muss. Deshalb muss auch die Abdeckung bruchsicher sein.
Sollbruchstelle (ohne Abb.)
Sollte sich durch Undichtigkeiten im Gehäuse des Druckmesssers Druck aufbauen, darf nicht das Glas oder das Gehäuse platzen, sondern die Schwachstelle auf der Rückseite des Finimeters.
Drosseldüse (ohne Abb.)
Der Druckmesser sitzt direkt am Hochdruckabgang der ersten Stufe. Die Drosseldüse sorgt dafür, dass bei einer Beschädigung von Finimeter oder Schlauch die ausströmende Luftmenge auf 40 bar l/min begrenzt wird.

Anschluss des Finimeters an das PTG

Das Finimeter ist über einen Hochdruckabgang mit der ersten Stufe des Automaten und damit der Pressluftflasche verbunden. Dabei sorgt eine Bypass-Funktion dafür, dass der Druck der Flasche ungemindert auf das Finimeter übertragen wird.

Wird die Flasche aufgedreht, erhöht sich im Hochdruckschlauch und Finimeter rapide der Druck. Deshalb sollte man folgende Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen:

Finimeter weg vom Gesicht
Es sollte nicht passieren, ist aber theoretisch möglich: Das Glas des Finimeters platzt. Deshalb beim Öffenen des Drucks Finimeter mit dem Glas nach unten auf den Boden legen und vorsichtig (!) mit dem Fuß fixieren.
Luftdruck langsam erhöhen
Außer bei Kugelventilen, die entweder offen oder zu sind, kann man die Ventile langsam öffnen, so dass sich der Druck langasam aufbaut. Wenn man dann noch die Luftdusche der zweiten Stufe etwas drückt, danken es einem sowohl das Finimeter, als auch die Automaten!

copyright Andreas Nowotny 2005

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